Fünf Bäume ziehen um

20.02.2018: Rund 15 Jahre sind die vier Ginko- und ein Amberbaum im Park hinter der Stadtbücherei gewachsen. Nun mussten sie dem geplanten Neubau der Bücherei weichen. Die gesunden und schön gewachsenen Schattenspender wurden jedoch nicht gefällt: sie zogen um.

Mit einer speziellen Maschine, die auch große Bäume samt Wurzelballen ausgraben und wieder verpflanzen kann, wurden die Bäume an anderer Stelle im Park „übersiedelt.“ Ein Baum wurde in der Nähe des Rathauses neu verpflanzt; als Ersatz für einen vor Kurzem abgestorbenen Lebensbaum. „Mit dem Neubau der Stadtbücherei schaffen wir mehr Raum für eine der wichtigsten Bildungseinrichtungen der Stadt. Dass wir die Bäume im Park erhalten und später in die neue Gestaltung des Parks integrieren können, zeigt, dass die Stadt verantwortungsvoll und nachhaltig plant und baut und dass Grünräume im Stadtgebiet wichtig sind,“ berichtet Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann.

Der Zeitpunkt für die Verpflanzung war ideal gewählt und sollte sicherstellen, dass die Bäume den Umzug möglichst unbeschadet überstehen. Zwei der Bäume erhielten bei dieser Aktion bereits ihren späteren Standort. Zwei weitere werden die kommenden zwei Jahre „zwischengepflanzt“ und nach Abschluss der Bauarbeiten nochmals verpflanzt. Ein weiterer Baum wurde über die Stadtstraße hinweg in die Nähe des Rathauses beim Ulmer Areal übersiedelt. Ausgeführt wurden die Arbeiten von einer Spezialfirma, die entsprechende Geräte zur Verfügung hat.

Die Aktion selber war spektakulär. Zunächst erfolgte an den neuen Pflanzstellen ein Aushub, in den anschließend der mitsamt Wurzelballen ausgegrabene Baum eingesetzt werden konnte. Mit einem großen „Greifer“ erfolgten diese Arbeiten fast wie von Geisterhand. In wenigen Wochen werden weitere 18 „Baum-Übersiedelungen“ erfolgen. Auch der Neubau der Volksschule Haselstauden soll noch im Frühjahr in Angriff genommen werden. Auch hier werden wertvolle Bäume auf dieselbe Weise gesichert und neu verpflanzt. Ausgeführt werden die Arbeiten von der Firma Opitz aus Heideck, welche für die Verpflanzung mit ihrer größten Maschine angereist war.

Weitere Informationen zum technischen Ablauf bietet die Website des Unternehmens unter: http://www.opitz-international.de