Weihnachtsfeier für Alleinstehende

02.11.2017: Die Feiertage rund um Weihnachten alleine, ohne Familie oder Freunde verbringen zu müssen, ist schwer. Die Stadt Dornbirn und die Katholische Kirche bieten für alleinstehende Mitbürgerinnen und Mitbürger am Heiligen Abend eine Feier mit gemütlichem Zusammensein an. Ab 19:00 Uhr treffen sich Gleichgesinnte im Pfarrheim St. Martin, direkt neben der Kirche im Stadtzentrum.

Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann: „Wir wollen jenen Menschen, die zu Weihnachten niemanden haben, mit dem sie gemeinsam feiern können, einen besinnlichen und fröhlichen Abend gestalten. Sie sollen sich in dieser Runde gut aufgehoben fühlen.“ Wer mitfeiern möchte, kann sich ab sofort anmelden.

Weihnachtsfeier für Alleinstehende
Samstag, 24. Dezember Pfarrheim St. Martin im Stadtzentrum
19:00 bis 22:00 Uhr

Bereits seit einigen Jahren laden Stadt und Kirche alleinstehende Dornbirnerinnen und Dornbirner zu dieser Weihnachtsfeier ein. In lockerer und guter Stimmung ist dieser gemeinsame Abend für Viele etwas ganz Besonderes. „Nach einem gemütlichen Abendessen teilen sich in diesem Kreis, mit besinnlichen Texten und gemeinsam gesungenen Weihnachtsliedern, Weihnachtsstimmung und Weihnachtsfreude. Die dabei entstandenen Gespräche helfen, das Alleinsein zu vergessen und neue Kontakte entstehen“ beschreibt Sozialstadträtin Marie-Louise Hinterauer das Fest.

Wer dabei sein möchte, kann sich ab sofort und bis 19. Dezember im Rathaus anmelden: telefonisch bei Silvia Gächter unter der Nummer +43 5572 306 3101 oder mit einem E-Mail unter silvia.gaechter(at)dornbirn.at. Jede und Jeder sind willkommen! Wer will, hat die Möglichkeit im Anschluss um 22:30 Uhr die Christmette in der Kirche zu besuchen.

Weihnachtsfeier für Alleinstehende Gedanken von Ulrike Amann
Die biblischen Geschichten erzählen, dass anlässlich von Jesu Geburt eine große Freude geteilt wird. Hirten machen sich auf den Weg. Die Sterndeuter kommen aus einem fernen, fremden Land, um an der Freude teilzunehmen und zur Freude beizutragen. Weihnachtsduft und Kerzenschimmer, überraschende Geschenke und Kinderlachen, - nicht Jede/r hat die Möglichkeit die Freude der Weihnacht im Familien - oder Freundeskreis zu feiern. Durch verschiedenste Umstände wird dieses Fest der Freude für manchen unter uns ein Abend in Einsamkeit und Kälte. Die Nachricht über die Geburt Jesu richtet sich an alle Menschen, gleich welcher Nation, Rasse, sexuelle Orientierung oder Religion, Einheimische und Fremde, allen ist Friede und Freude zugesagt.

Über den weihnachtlichen Festtagen schwebt aber nicht nur der Engel Gottes, sondern oft auch ein hoher Erwartungsdruck an dieses „schönste Fest“ im Jahr. Alles „muss“ perfekt und sauber sein, möglichst ausgefallene Geschenke liegen unter dem Christbaum, ein Festessen wird vorbereitet. Von den Großeltern bis zum Enkelkind, alle sollten heiter und ausgeglichen sein, und bitte - ja kein Streit in der Familie! – Doch ausgerechnet zu den Feiertagen dringen gelegentlich langgehegter Groll oder Unzufriedenheit an die Oberfläche, die meist selbst auferlegte Überforderung sorgt für Ungeduld und Ärger.

Dieser Erscheinung können wir entgegenwirken, indem wir von den Hirten lernen. Sie kommen mit leeren Händen, aber mit großer, unbändiger Freude. Sie sind arm und stehen in der damaligen Gesellschaft ganz unten. Sie sind schmutzig und zerlumpt, aber ihre Herzen stehen offen. Ohne den Ballast von „man muss und man sollte noch“ können sie sich auf diese Freude einlassen und der Einladung der Engel folgen.

„Ein Kind ist uns geboren“. Fernab von Prunk und Palästen schenkt Gott einen neuen Anfang. Ein Kind, Zeichen für Vertrauen und Hoffnung, für Entwicklung und unendlich viele (Lebens-) Möglichkeiten, ein Kind in der Unscheinbarkeit eines Stalles löst bei den Hirten Freude aus und wohl auch Vertrauen in ihr eigenes karges Leben, trotz allem. Auch in großer Dunkelheit öffnet sich der Himmel und es gibt etwas zu entdecken, das Freude schenkt oder uns ein Lächeln entlockt und neue Hoffnung schenkt.

Die Hirten mussten aufbrechen, um das Kind im Stall zu finden. Vielleicht müssen auch wir aufbrechen und mit leeren Händen, in freudiger Erwartung, mit offenen Herzen das Kind suchen im Menschen neben mir. Vielleicht wird dann Weihnachten. Vielleicht ist dieses Angebot, lieber Leser, liebe Leserin, für Sie ein Schritt zur Krippe hin.

Alle, die den Heiligen Abend allein verbringen müssen, laden die Katholische Kirche in Dornbirn und die Stadt Dornbirn herzlich ein, mit besinnlichen Texten, Weihnachtsliedern und einem gemeinsamen Mahl die Weihnachtsfreude zu teilen und miteinander ins Gespräch zu kommen.