Wertvolle Dienste

15.12.2016: Seniorenbörse als Drehscheibe für ehrenamtliche Tätigkeiten

Mehr als 3.000 Stunden absolvierten in diesem Jahr die 461 registrierten Mitglieder der Seniorenbörse Dornbirn. Sie dient als Kontaktstelle und Drehscheibe von Senioren für Senioren. Vermittelt werden alle Tätigkeiten, die für manche älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger nur mit großem Aufwand und Mühe zu bewältigen sind – für andere aber meist nur einen kleinen Handgriff bedeuten. Das sind die wertvollen Dienste der gegenseitigen Hilfe im Alltag. „Mehr als 1.400 Einsätze, das ist eine stolze Zahl die zeigt, dass Ehrenamt und Bürgerengagement in Dornbirn aktiv gelebt werden“, betont Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann.  

„Wie geht es Ihnen heute?“ oder „Wie kann ich helfen?“ – diese einfachen Fragen sind für Senioren von großer Bedeutung. Sie zeigen, dass sie in ihrer Situation nicht allein gelassen werden. Ob das Wechseln einer Glühbirne oder Unterstützung beim Einkauf und bei Behördengängen. Viele Dornbirnerinnen und Dornbirner bringen sich aus Überzeugung ehrenamtlich ein und leisten diese unverzichtbaren Dienste. „Diese außerfamiliären Netzwerke sind für viele Senioren eine wesentliche Unterstützung in ihrem Alltag“, ist Stadträtin Marie-Louise Hinterauer überzeugt. Sie gratulierte bei der Generalversammlung dem Vorstand des Vereins zu der stolzen Zahl von 461 registrierten Mitgliedern mit ihren rund 1.400 Einsätzen. Auch Obmann Mag. Hermann Gabriel bedankte sich für das tatkräftige Engagement, dass umgerechnet pro Tag acht Arbeitsstunden und 4 Einsätze bedeutet.  

Tatendrang mit Mehrwert
In Dornbirn leben rund 11.000 Pensionistinnen und Pensionisten. Hier vermittelt die Seniorenbörse als Drehscheibe zwischen Senioren, die gerne helfen, und Senioren, die Hilfe benötigen. Gegründet wurde sie als Verein und kann in ihrer fünfjährigen Vereinsgeschichte auf viele Erfolge zurückblicken. Aktive Mitglieder haben im Rahmen der Flüchtlingsbetreuung Dornbirns ab sofort die Möglichkeit, bis zu zehn Flüchtling pro Tag bei vollem Versicherungsschutz im Flüchtlingszentrum Dornbirn Bildgasse für eine Mithilfe bei ihren ehrenamtlichen Tätigkeiten anzufordern. „Gerade junge Menschen profitieren von diesem Ehrenamt: Sie lernen Verantwortung zu übernehmen und fördern den Dialog der Generationen. Auch die Sprache gehört zum Schlüssel zur Integration geflüchteter Menschen. So haben wir mit unserer Koordinationsstelle „Hand in Hand mit Flüchtlingen in Dornbirn“ es uns zum Ziel gesetzt, Integration nicht nur selbst zu leben, sondern auch alle bei der Flüchtlingsarbeit zu unterstützen“, betont Bürgermeisterin Andrea Kaufmann.