Autor:

Fatih Özçelik

Gebetshäuser

Punkt 8: Stadtarchiv und Stadtmuseum

In Dornbirn waren die Gastarbeiter fern von der Heimat und somit auch von den religiösen Feiertagen und dem Freitagsgebet. Kummer und Trauer wurden oft in Alkohol und Glücksspielen ertränkt. Es musste was geschehen, darum waren Imame auch zugleich Seelsorger. Viele erhofften sich den inneren Frieden in der Religion zu finden. Doch Islamische Gelehrte gab es nur wenige und Orte zum Ausleben des Glaubens erst recht. Für große Feierlichkeiten versammelte man sich in der damaligen Messehalle, für Freitagsgebete gab es oftmals kleinere Hallen oder Räume. Da die Hinterzimmer in Türkischen Kaffeehäusern irgendwann nicht mehr ausreichten wurde ein Verein gegründet. Mit dieser Rechtsgrundlage mietete man sich dann Räume an, einer der ersten war in den oberen Stockwerken des Stadtarchiv Dornbirns. Auch wenn man genug Geld hatte, war es schwer Räumlichkeiten zu bekommen. Die Nachbarn waren nicht immer einverstanden, denn keiner wusste was genau darin passiert. Heute gibt es mehrere Gebetshäuser in Dornbirn, die hier als Vereine (ATIB, AIF und VIKZ) angemeldet und in Privatbesitz sind.

 

 

Foto: Tamer Barbaros

Gruppenfoto von ehemaligen Mitgliedern des ersten islamischen Gebetsraumes in Dornbirn, Vielfaltenarchiv

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