Autor:

Fatih Özçelik

Drei Tage dauerte eine Reise

Punkt 14: Busparkplatz

Die Firma „Bosfor“ Reisen brachte damals viele der Menschen aus der Türkei nach Vorarlberg. Jedes Jahr fuhren bis zu 500 Busse in der Urlaubszeit nach Deutschland oder Österreich. Heute kennt man die Firma unter den Namen „Varan“, die jede Woche zwischen Vorarlberg und der Türkei hin und her pendelt. Auch Vorarlberger Busunternehmen fuhren damals, um Gastarbeiter nach Vorarlberg zu holen. Sie wurden von Unternehmen oder von Gastarbeitern beauftragt, die sich gemeinsam einen Bus gemietet haben. Fliegen war damals teuer und nicht immer gab es die gewünschten Flugverbindungen. Busreisen hatten auch den Vorteil, dass man mehr Gepäck mitnehmen konnte. Drei Tage dauerte eine Reise, sie führte über Landstraßen und Bergpässe. Insbesondere war diese Strecke für die kleinen Busse, die zugleich auch Statussymbol für Erfolg waren, eine große Herausforderung. Vollbeladen mit Geschenken für die Verwandten und Freunde machten sie sich auf eine lange Reise in die Heimat.

Foto: Tamer Barbaros

Familie Çevikkol, vor der Abreise nach Österreich, Vielfaltenarchiv

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